Factoring, Rating und Bonität
Rating und Bonität eines Unternehmens entscheiden wesentlich über seinen Zugang zu Finanzmitteln. Factoring steigert das Basel-2-basierte Rating. Daher ist ein wesentlicher Vorteil die verbesserte Bonität und der
Zugang zu neuem Fremdkapital und neuem Eigenkapital
In vielen Fällen werden Unternehmen vom Rating "non-investment grade" auf "investment-grade" angehoben, nachdem Factoring eingeführt wurde.
Factoring beeinflusst 3 wichtige Kriterien, die Rating und Bonität mitbestimmen: die Bilanzstruktur und die damit verbundene Eigenkapitalquote sowie das Forderungsrisiko.
Da der Factor beim (echten) Factoring das Delkredere übernimmt, hat das Unternehmen ein dramatisch reduziertes Risiko des Forderungsausfalls. Der regelmäßige Verkauf von Forderungen führt zur Möglichkeit, mit der neu gewonnenen Liquidität Verbindlichkeiten zu reduzieren und somit zu einer Bilanzkürzung. Hierdurch steigen Eigenkapitalquote und Eigenfinanzierung des Unternehmens. Ebenso verändert sich die Net Working Capital Ratio positiv - das Rating verbessert sich.
Die Sicht der Bank
Aus Sicht einer Bank, die einem Unternehmen einen neuen langfristigen Kredit z.B. zum Bau einer Lagerhalle einräumen soll, fällt nicht nur die Kreditvergabe leichter, sondern auch die Einräumung günstigerer Kreditkonditionen, wenn das Unternehmen
- mehr Eigenmittel einsetzt (da es weniger Verbindlichkeiten hat)
- eine sicherere Liquiditätsbasis hat, (da das Risiko des Forderungsausfalls entfallen ist)
Einem Forderungsverkauf-betreibenden Unternehmen trauen die Rating-Regeln zu, einen neuen Bankkredit sicher über seine Laufzeit zu bedienen.
Da Banken bei der Kreditvergabe aufgrund der Bestimmungen von Basel 2 verpflichtet sind, Kreditrisiken nicht nur zu prüfen, sondern auch mit dem Risiko entsprechendem Eigenkapital selbst zu sichern, hängen Kreditentscheidung und Kreditkonditionen erheblich von dem Rating des Unternehmens ab. Denn je besser das Rating, umso weniger Eigenkapital muss die Bank für den Kredit einsetzen, und umso niedriger sind ihre eigenen Re-Finanzierungskosten.
Die Sicht des Eigenkapitals
Auch die Kapitalgeber eines Unternehmens - alte wie neu zu gewinnende, seien es Gesellschafter, Aktionäre, Mezzanine-Beteiligungen oder Venture Capital - haben ein großes Augenmerk auf das Rating eines Unternehmens.
Sichere Liquidität, geringe Risiken und einfacher Zugang zu Fremdkapital sind wesentliche Voraussetzungen für dauerhaften Bestand und langfristiges Wachstum eines Unternehmens - und somit Ausgangspunkt für gute Renditen und Wertsteigerung einer Beteiligung.
Hinzu kommt für den Eigenkapitalgeber der Umstand, dass Factoring ein Qualitätsmerkmal ist. Denn die kooperierende Factoring-Gesellschaft prüft ihr Engagement bei einem Unternehmen genau, bevor sie in die Vorfinanzierung von Umsätzen und die Übernahme des Ausfallrisikos einsteigt. Kommt sie zu dem Entschluss, diese Risiken zu übernehmen, ist dies ein Qualitätsausweis für das Unternehmen.
Flucht nach vorne für den Mittelstand
Factoring beeinflusst das Rating eines Unternehmens aufgrund seiner risikominimierenden und liquiditätsschaffenden Natur immer positiv. Von daher ist Factoring ein wichtiges Finanzierungsinstrument gerade für mittelständische Unternehmen, das oftmals noch gar nicht entdeckt ist. Denn es schafft gute Voraussetzung für den Zugang von neuem Fremdkapital wie Eigenkapital.
Zum besseren Verständnis empfehlen wir Ihnen die Abschnitte
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